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Verlängerung der gesellschaftsrechtlichen Erleichterungen während der COVID-19-Pandemie bis Ende 2021

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie die gesellschaftsrechtlichen Erleichterungen des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht bis Ende 2021 verlängert.

Diese Verlängerung soll die Einschränkungen der Versammlungsmöglichkeiten ausgleichen und die Handlungs- und Beschlussfähigkeit für Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Europäische Gesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit und Genossenschaften erhalten.

Dies ermöglicht beispielsweise Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Europäischen Gesellschaften und Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit die Möglichkeit virtuelle Hauptversammlungen abzuhalten. Des Weiteren können Gesellschaften mit beschränkter Haftung Beschlüsse schriftlich und ohne das Einverständnis aller Gesellschafter fassen. Im Umwandlungsrecht bleibt es bei der Abweichung von § 17 Absatz 2 Satz 4 UmwG, sodass es für die Zulässigkeit der Eintragung ins Handelsregister ausreicht, wenn die Bilanz auf einen höchstens zwölf Monate vor der Anmeldung liegenden Stichtag aufgestellt worden ist.

Kaya Ricarda Ricken, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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