News

Steuerfreier „Corona-Bonus“

Durch das Gesetz zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise (Corona-Steuerhilfegesetz) hat der Gesetzgeber mit § 3 Nr. 11a EStG Arbeitgebern die Möglichkeit eröffnet, den bei ihnen beschäftigten Arbeitnehmern steuerfreie Beihilfen und Unterstützungen zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Krise zukommen zu lassen.

Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist, dass die in Form von Zuschüssen oder Sachleistungen gewährten Beihilfen und Unterstützungen zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Krise erfolgen und diese zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Darüber hinaus ist erforderlich, dass hierzu eine vertragliche Vereinbarung getroffen wird, aus der vorstehender Zweck ersichtlich wird. Diese kann in Form einer individualvertraglichen Vereinbarung, durch eine Betriebsvereinbarung oder einen Tarifvertrag geschlossen werden.

Die Leistung einer steuerfreien Beihilfe/Unterstützung kann auch anstelle einer üblichen Abfindung wegen des Verlustes des Arbeitsplatzes erfolgen, wenn ein Arbeitsverhältnis aufgrund der Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise aufgelöst werden muss. Ebenso kann sie als Alternative für die Zahlung eines Zuschusses zum Kurzarbeitergeld in Betracht gezogen werden.

Die Beihilfen und Unterstützungen können bis zu einem Betrag in Höhe von 1.500 Euro sowohl an Voll- und Teilzeitbeschäftigte als auch an geringfügig entlohnte Beschäftigte lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei geleistet werden. Erfolgt eine höhere Sonderzuwendung, ist der überschießende Betrag grundsätzlich steuer- und beitragspflichtig. Die Sonderzahlung ist nicht auf der Lohnsteuerbescheinigung des Kalenderjahres 2020 auszuweisen und muss auch nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen, so dass diese für den Lohnsteuer-Außenprüfer als solche erkennbar sind und die Rechtsgrundlage für die Zahlung bei Bedarf geprüft werden kann. Diese Möglichkeiten beschränken sich jedoch (jedenfalls vorläufig) auf den Zeitraum vom 01.03.2020 bis einschließlich zum 31.12.2020.

Gerne kommen Sie bei detaillierten Fragen auf Ihre bekannten Ansprechpartner zu.

Jennifer Flören

Tobias Pafel (Praktikant)

PDF Kontaktieren Sie uns