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Änderungen bei der Maklerprovision

Die Maklerprovision wird ab dem 23.12.2020 für den Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen neu geregelt. Zweck ist eine Entlastung der Privatkäufer von Immobilien. Durch die Neuregelungen wird sichergestellt, dass ein Makler, der sowohl durch den Verkäufer, als auch durch den Privatkäufer beauftragt worden ist, seine Vergütung ausschließlich von beiden Parteien und auch nur in gleichen Teilen verlangen kann. Insofern kann sich der Privatkäufer sicher sein, dass er nicht mehr als maximal 50% der Maklercourtage selbst bezahlen muss. Wurde der Makler jedoch nur von einer Partei beauftragt, also entweder vom Verkäufer oder vom Privatkäufer, müssen die Maklerkosten vollumfänglich von der beauftragenden Partei getragen werden. Beachtenswert ist dabei, dass auch eine vertragliche Vereinbarung, die eine Abweichung von dieser Kostenverteilung vorsieht, nur bedingt wirksam ist. Denn eine Übertragung von mehr als 50 % der Maklerprovision auf den Vertragspartner ist nicht zulässig.

Geändert haben sich auch die Formanforderungen an den Maklervertrag. Bislang war auch ein mündlicher Vertragsschluss möglich. Künftig ist zumindest Textform erforderlich, die etwa durch E-Mail-Kommunikation gewahrt werden kann.

Fazit: Verbraucher sollten sicherstellen, dass ihnen nicht mehr als 50% der Courtage in Rechnung gestellt wird, insofern eine beidseitige Beauftragung des Maklers stattgefunden hat. Bei einseitiger Beauftragung ist insbesondere von Bedeutung, dass die Courtage vertraglich nur in engen Grenzen auf den Vertragspartner übertragen werden kann, da eine Übertragung von mehr als 50% auf den Vertragspartner unwirksam ist.

Dr. Stephan Kessen und Hendrick Nowak, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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